Entzündungschirurgie
Entzündungsprozesse in der Mundhöhle können nicht nur Erkrankungen wie Zahnfleischentzündungen oder die Parodontitis betreffen. Wir behandeln ebenso Zysten oder Kieferabszesse.
Die Behandlungen im Einzelnen:
Zystenoperationen
Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Kieferknochen oder im Weichgewebe des Mundraums. Ursachen für Zysten sind zum Beispiel:
- „Nervtote“ oder im Kiefer verlagerte bzw. nicht vollständig entwickelte Zähne,
- Gewebereste im Kiefer, die das Wachstum des Kieferbalgs hervorrufen.
Wachsen die Zysten immer weiter, lösen sie den Knochen auf. Im fortgeschrittenen Stadium drücken sie auf andere Gewebebereiche und können Schmerzen verursachen.
Die Behandlung
Kieferzysten sind in aller Regel gutartig, müssen aber wegen möglicher Entzündungen entfernt werden. Je nachdem, wie groß eine Zyste ist, kann sie außerdem das benachbarte Gewebe wie Nerven schädigen oder zu Verformungen des Kieferknochens führen.
Entfernung der Kieferzyste (Zystektomie)
Um die Zyste vollständig zu entfernen, reicht meist eine örtliche Betäubung aus. Mit einem Skalpell wird sie herausgeschnitten. Ist sie bereits sehr groß, müssen wir unter Umständen den entstandenen Hohlraum wieder auffüllen. Dazu verwenden wir Knochenersatzmaterialien.
Abszesstherapie
Aus Entzündungen im Kiefer können sich Kieferabszesse – Eiteransammlungen im Kiefer – entwickeln. Eine frühzeitige Behandlung ist empfehlenswert, um zu verhindern, dass der Eiter möglicherweise in die Blutbahn gelangt oder Zähne durch zu große Eiteransammlungen verloren gehen.
Anfänglich kann die Entzündung zu geringen Schmerzen wie einem leichten Pochen im Kiefer bei sportlicher Betätigung oder bei Erkältungen führen. In diesem Stadium hat sich in der Regel noch kein Eiter gebildet. Lassen Sie diese Beschwerden auf jeden Fall abklären. Im frühen Stadium kann eine Abszesstherapie oft verhindert werden.
Die Behandlung
Dass sich ein Kieferabszess entwickelt hat und möglicherweise bereits das umliegende Gewebe erkrankt ist, bemerken Sie an starken Schmerzen. Außerdem ist meist eine „dicke Backe“ die Folge. Um den Abszess zu behandeln, müssen wir den Hohlraum öffnen, in dem sich der Eiter angesammelt hat. So kann der Eiter entfernt werden. Weil der Grund für den Kieferabszess meist eine bakterielle Infektion (oft aufgrund einer entzündeten Wurzelspitze) ist, wird in vielen Fällen begleitend eine Therapie mit Antibiotika durchgeführt.
Haben Sie Fragen dazu? Wir sind gerne für Sie da!





